B.6.1: Die Hilfsverben im Englischen

Viele Verben haben keine eigene Bedeutung in Bezug auf eine Tätigkeit, sondern beschreiben nur die Relation von einem Ausführenden zur eine bereits vollzogenen Tätigkeit. Ob eine Tätigkeit besondere Dringlichkeit hat, beschreiben sogenannte Modalverben, zum Beispiel „Ich muss/kann/soll etwas bestimmtes tun“. Aber auch die Möglichkeit oder Wahrscheinlichkeit einer Tätigkeit wird dadurch ausgedrückt (Ich will(möchte etwas tun).

Beispiele
Ich kann ins Kino gehen.Ich kann lesen.
Ich darf ins Kino gehen.Ich darf lesen.
Ich muss ins Kino gehen.Ich muss lesen.
Ich soll ins Kino gehen.Ich soll lesen.

Wie unterschiedlich die Bedeutung dieser Sätze ist, das ist hier ganz offensichtlich, denn schliesslich ist es nicht dasselbe, ob man lesen kann oder lesen muss! In jedem dieser Sätze besteht eine ganz andere Beziehung des Subjektes zu der durch das Verb beschriebenen Tätigkeit. Gehen und Lesen sind hier zwar die eigentlichen Verben, doch die Beziehung des Subjektes zu diesem „Gehen“ und „lesen“ wird erst über ein Hilfsverb, wie „können“, „sollen“ oder „müssen“ erklärt.

Diese Hilfsverben spielen auch bei verschiedenen Zeiten-Bildungen eine grosse Rolle.

Beispiele
Ich werde ins Kino gehen.Ich werde lesen.
Ich bin ins Kino gegangen.Ich habe gelesen.
Ich war ins Kind gegangen.Ich hatte gelesen.

Inhaltlich geht es bei diesen Verben also darum, nicht die Tätigkeit selbst, sondern die dazugehörigen Umstände näher zu erklären. Dabei gibt es zwei verschiedene Gruppen von Hilfsverben: die modalen oder unvollständigen Hilfsverben wie „müssen“, „sollen“ oder „können“ – und die für die Zeitenbildung zuständigen vollständigen Hilfsverben wie „haben“ und „sein“.

Was die Zeitformen anbetrifft, so kommen wir in späteren Kapiteln zu deren Bildung im Einzelnen, zunächst sollen jedoch noch weitere Varianten und Funktionen dieser Hilfsverben erklärt werden.


 

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